Was bedeutet Retoure in der Bäckereibranche?
Der Begriff Retoure ist nicht nur im Onlinehandel geläufig – auch in der Bäckereibranche beschreibt er ein zentrales Problem: die unverkauften Backwaren, die am Ende des Verkaufstags übrig bleiben und meist entsorgt werden müssen.
Das Ziel jeder Bäckerei ist es daher, die Retourenquote zu senken, um Lebensmittelverschwendung, Kosten und Ressourcenverluste zu vermeiden.
Retourenquote senken mit intelligenter Planung
Eine zu hohe Retourenquote im Lebensmittelbereich, speziell in Bäckereien, ist oft die Folge ungenauer Absatzplanung. Mithilfe moderner Technologien und Künstlicher Intelligenz lassen sich diese Rückläufer jedoch deutlich reduzieren:
- KI-basierte Planungslösungen wie foodforecast analysieren Verkaufsdaten und erstellen präzise Prognosen.
→ In der Praxis kann so die Retourenquote um durchschnittlich 30 % gesenkt werden. - Die bedarfsgerechte Produktion reduziert Übermengen durch passgenaue Abstimmung auf die tatsächliche Nachfrage.
- Eine flexible Produktionsplanung erlaubt kurzfristige Anpassungen bei Wetter- oder Nachfrageänderungen.
Rückläufer sinnvoll weiterverwerten
Nicht jede Retoure muss entsorgt werden. Viele Bäckereien setzen auf nachhaltige Lösungen, um Rückläufer sinnvoll zu nutzen. So werden beispielsweise noch genießbare Backwaren am Folgetag zu einem reduzierten Preis angeboten. Alternativ können nicht verkaufte Backwaren vom Vortag weiterverarbeitet werden – etwa zu Semmelbröseln, Knödeln oder als Basis für neue Teigprodukte. Auf diese Weise lässt sich die Lebensmittelverschwendung deutlich reduzieren und zugleich ein wirtschaftlicher Mehrwert erzielen.
Warum Retourenminderung für Bäckereien so wichtig ist
Die Retourenquote in der Lebensmittelbranche hat nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische Auswirkungen. In Deutschland entstehen jährlich rund 600.000 Tonnen Brot-Retouren – pro Filiale ein Warenwert von durchschnittlich 65.000 €.
Die Folgen auf einen Blick:
- Kostensteigerung durch Rohstoff-, Energie- und Personaleinsatz
- Ressourcenverschwendung durch unnötige Produktion
- Lebensmittelabfall, der Umwelt und Image schadet
Eine gezielte Optimierung des Retourenprozesses ist daher essenziell für Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
So lässt sich der Retourenprozess optimieren
Zur Senkung der Retourenquote können verschiedene Maßnahmen in der Bäckerei angewendet werden:
1. Bedarfsgerechte Produktion
Einsatz von Verkaufsprognosen und Echtzeitdaten zur präzisen Produktionsplanung.
2. Verkauf von Restbeständen
Verkauf kurz vor Ladenschluss oder über spezielle Aktionen zur Vermeidung von Überschüssen.
3. Spenden und Weiterverwertung
Integration von Wohltätigkeit oder kreativer Produktentwicklung mit übrig gebliebenem Gebäck.
4. Kundenfeedback & Sortiment
Optimierung des Angebots durch regelmäßiges Kundenfeedback und Treueprogramme.
5. Effiziente Lagerung und Logistik
Optimierte Kühl- und Transportprozesse minimieren Qualitätsverluste und somit auch Retouren.
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